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Neues Leben auf dem ehemaligen Kindergartengelände in Marienmünster-Vörden

09.03.2023

Nach knapp 10 Jahren ist es nun gelungen, das ehemalige Kindergartengelände zu reaktivieren und einer neuen gemeinnützigen Nutzung zuzuführen.

Geplant ist ein Wohnprojekt für 12 Menschen mit Behinderung und hinzukommender Demenz, das von der Lebenshilfe Brakel begleitet wird. Bürgermeister Josef Suermann zeigt sich sichtlich erfreut über das neue Millionenprojekt in Marienmünster. Investor ist der Landschaftsverband Westfalen Lippe mit dem Programm Selbständiges Wohnen (SeWo). Der Geschäftsführer der SeWo GmbH, Bodo Strototte, erklärt: „Für Menschen mit schweren Behinderungen ist es oft eher die Ausnahme, dass sie selbstständig in einer eigenen Wohnung leben können. Um das zu ändern, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein Programm für selbstständiges, technikunterstütztes Wohnen im Quartier ausgeschrieben, das besonders gelungene Konzepte in der Region fördert. Uns freut es sehr, dass wir nun gemeinsam mit der Lebenshilfe Brakel ein Projekt in Marienmünster realisieren können.“

Ähnlich wie in diesem Entwurf wird das Projekt nach der Fertigstellung aussehen. 
Ähnlich wie in diesem Entwurf wird das Projekt nach der Fertigstellung aussehen.

Als Bauherr wird die SeWo die räumlichen Bedingungen für das Projekt schaffen, den späteren Betrieb und die inhaltliche Umsetzung wird dann die Lebenshilfe Brakel als Projektpartner übernehmen. Die Lebenshilfe Brakel hat das Projekt initiiert und konzipiert. Josef Suermann: „Als die Lebenshilfe Brakel im vergangenen Jahr auf der Suche nach einem Grundstück zur Verwirklichung der Projektidee auf uns zukommen ist, waren wir unmittelbar davon überzeugt. Nach einigen Gesprächen stand schnell fest: das ehemalige Kindergartengelände bietet hervorragende Voraussetzungen für dieses Leuchtturmprojekt.“

Ortstermin am Baugrundstück (von links): Stefan Niemann (Stadt Marienmünster), Stefan Brand (Architekturbüro Brand, Lemgo), Jerome Major (Geschäftsführer Lebenshilfe Brakel), Antonius Schulte (Projektentwicklung Lebenshilfe Brakel), Bodo Strototte (Geschäftsführer SeWo GmbH / WLV), Josef Suermann (Bürgermeister Marienmünster), Florian Boer und Holger Bosch (SeWo GmbH) 
Ortstermin am Baugrundstück (von links): Stefan Niemann (Stadt Marienmünster), Stefan Brand (Architekturbüro Brand, Lemgo), Jerome Major (Geschäftsführer Lebenshilfe Brakel), Antonius Schulte (Projektentwicklung Lebenshilfe Brakel), Bodo Strototte (Geschäftsführer SeWo GmbH / WLV), Josef Suermann (Bürgermeister Marienmünster), Florian Boer und Holger Bosch (SeWo GmbH)

Auf politischer Ebene konnten Jerome Major, Geschäftsführer der Lebenshilfe Brakel, und Antonius Schulte, Projektentwickler der Lebenshilfe Brakel, bei einer Ratssitzung durch ihre Projektvorstellung mit ersten Bauplänen alle Fraktionen überzeugen. Jerome Major verdeutlicht das Projektziel: „Menschen mit geistiger Behinderung und Demenzerkrankung mit einem hohen Hilfe-, Betreuungs- und Pflegebedarf soll Wohnraum angeboten werden, der weiterhin ein selbständiges, würdiges und selbstbestimmtes Leben ermöglicht bzw. unterstützt und eine hohe Lebensqualität garantiert. Um dieses Ziel zu erreichen sehen wir hier in Marienmünster-Vörden beste Chancen.“ Personen mit Demenz fällt es mit voranschreitender Erkrankung zunehmend schwerer, sich zu orientieren und Gefahren in ihrem Umfeld richtig einzuschätzen. Daher ist eine demenzgerechte und reorientierende Gestaltung der Wohn- und Gemeinschaftsräume sowie der Außenanlagen von besonderer Bedeutung.

Ein offen gestalteter Innenhof mit Cafeteria wird die einzelnen Wohnelemente verbinden sowie Begegnungen und Gemeinschaft ermöglichen. 
Ein offen gestalteter Innenhof mit Cafeteria wird die einzelnen Wohnelemente verbinden sowie Begegnungen und Gemeinschaft ermöglichen.

Insgesamt werden vier kleine Apartment-Häuser entstehen, die sich in die vorhandene Siedlungsstruktur einfügen. Drei Häuser sollen Wohnraum für insgesamt 12 Personen bieten. In jedem der drei Häuser entstehen vier Einzelapartments, die sich um einen Gemeinschaftsraum gruppieren und somit ein selbstständiges Wohnen im geschützten Rahmen ermöglichen. Das vierte Haus bietet einen großen Gemeinschaftsraum zur Nutzung durch alle Bewohner*innen des Gebäudekomplexes, ein Büro sowie verschiedene Nebenräume.

Ein vergleichbares Wohnprojekt ist in der Region nicht zu finden, es bietet vielfältige Chancen für die Mieter*innen und wird auch bei anderen sozialen Trägern eine große Aufmerksamkeit erzeugen. Bürgermeister Josef Suermann ist sich sicher: „Dieses Projekt ist ein Gewinn für Marienmünster und die Region.“

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